ONEPAT-Linkmodus (Parameter-Linkmodus) - vollständige Spezifikation

Stand: PeriData Version 3.7.1.0 (Jan.2023)

Änderungshistorie

Änderung ab V3.7.0.8 (Nov.2022): Der Parameter /ANSI:C wurde inaktiviert. Die Funktion über den Optionenschalter "UmlautÄndern" gesteuert.
Der Parameter /ANSI:F wurde inaktiviert. Er wird nicht benötigt.

Dieses Dokument enthält alle Einzelheiten der ONEPAT-Schnittstelle. Eine schnelle Übersicht ist hier: >>> Schnellanleitung zum ONEPAT-Linkmodus

1. Allgemeines

Wenn PeriData den Kommandozeilen-Parameter /MODE:ONEPAT erhält, dann arbeitet das Programm im LINKMODUS als Server für einen Client (Praxis-Software-Programm). Im Linkmodus ist 1 Patient fest definiert und es wird eine separate Datenbank nur für diesen Patienten verwendet. Alle neu importierten Daten landen in dieser Datenbank >>> Einzelheiten zum Verhalten im Linkmodus

Datenfluss: PeriData erhält Patienten-Informationen vom Client. PeriData liefert Untersuchungs-Informationen an den Client. Im ONEPAT-Linkmodus erfolgt der Austausch der Informations-Daten über die Kommandozeile (Empfänger: PeriData) und über Dateien (Empfänger: Praxissoftware). Die Spezifikation der Kommandozeile ist PeriData-spezifisch. Das Format der Info-Dateien ist PeriData-spezifisch. BEACHTE: Die Untersuchungsdaten sind einem PeriData-Datenbank-File und werden nicht ausgetauscht.

2. Kommandozeile und Aufruf

Die Parameter sind obligatorisch. Zwischen Parameternamen und Wert muss immer ein Doppelpunkt, aber darf kein Leerzeichen sein. Die Reihenfolge der Parameter auf der Kommandozeile spielt keine Rolle. Gross/Klein spielt keine Rolle. Die maximale Anzahl der Zeichen darf 255 nicht übersteigen (inklusive der Leerzeichen zwischen den Parametern).

Im deutschen Sprachraum ist die Kommandozeilen-Codepage 850. Falls das aufrufende Batchfile mit CP-1252 geschrieben wurde, dann muss eine Umwandlung erfolgen. Dazu setzt man in den PeriData-Optionen den Schalter "Umlaute wandeln" auf ON
 


Kommandozeilen-Parameter Bedeutung
/MODE:ONEPAT Modus = ONEPAT
/CLIENT:< Clientname > Clientname = Name des Praxisprogrammes (z.B. ABCsoft)
/NAME:< Name > Name = Familienname des Patienten
/FIRSTNAME:< Vorname > Vorname = Titel + Vorname(n) des Patienten
/BORN:< Geburtsdatum > Geburtsdatum = ISO-Format: JJJJMMTT ohne Punkte
/FILE:< Filename > Filename = Filename mit Pfad der PeriData-Datei (PHF-Datei) des Patienten
/READONLY Optional, sperrt die Datenbank fuer Schreibzugriffe
/ANSI:F Diese Option wurde ab der Version 3.7.0.8 beendet
/ANSI:C Diese Option wurde ab der Version 3.7.0.8 beendet

Parameter /MODE

ONEPAT = PeriData startet im ONEPAT-LINKMODUS.

Parameter /CLIENT

Der Name des Clients, also die Praxissoftware oder Klinikssoftware. Dieser Name erscheint im PeriData-Programmfenster in eckigen Klammern.

Parameter /NAME

Familienname des Patienten. Wenn das Argument in Anführungszeichen gesetzt ist, dann sind Leerzeichen möglich. Ansonsten wird der Name unvollständig gelesen. Unterstriche werden nach dem Auslesen der Kommandozeile in Leerzeichen umgewandelt. - Titel gehören zum Vornamen, sonstige Namenszusätze zum Namen.

Beispiel (Dr. med. Hans von Humoldt):
  /NAME:"von Humboldt" -- gelesen: von Humboldt
  /NAME:von Humboldt -- gelesen: von
  /NAME:von_Humboldt -- gelesen: von Humboldt

Parameter /FIRSTNAME

Vorname(n) des Patienten. Gleiche Regeln zu Leerzeichen wie im Familiennamen. - Wenn Titel genannt werden sollen, dann gehören sie zum Vornamen

Beispiel (Dr. med. Hans von Humoldt):
  /FIRSTNAME:"Dr. med. Hans" -- gelesen: Dr. med. Hans
  /FIRSTNAME:Dr. med. Hans" -- gelesen: Dr.
  /FIRSTNAME:Dr._med._Hans" -- gelesen: Dr. med. Hans

BEACHTE: In PeriData wird der Gesamt-Name mit Komma so zusammengesetzt: von Humbold, Dr. med. Hans Dabei wird der Gesamt-Name aus technischen Gründen (Datenbank-Kompatibilität) auf 23 Zeichen gekürzt. Im Beispiel wird daraus "von Humbold, Dr. med.". Ohne Titel wäre der Name vollständig.

Parameter /BORN

Geburtsdatum des Patienten im ISO-Format ohne Punkte: JJJJMMTT

Beispiel: (30.April.1967): 19670430

Parameter /FILE

Datenbank-File-Name (vollständiger Pfad + Name + Extension PHF) des aktuellen Patienten. Der Pfad muß vorhanden sein. UNC-Pfade sind erlaubt. Die Datei darf fehlen, wenn zu dem Pat. noch keine Gesichtsfeld-Daten gespeichert wurden, und wird dann von PeriData erzeugt. Der Dateiname muss patientenspezifisch sein. Üblich ist die Patienten-ID.

Beispiel: /FILE:\\Server01\DATEN\PeridataFiles\004312.PHF

Parameter /READONLY

(optional) Wenn der Parameter /READONLY gesetzt ist, dann wird die Datenbank nur zum Lesen geöffnet. Es können keine Änderungen oder Datenimporte stattfinden

BEACHTE: Die Datenbank ist manchmal auch im Lesemodus, wenn sie im Netzwerk bereits von einem anderen Arbeitsplatz geöffnet wurde !

Verhalten beim Mehrfach-Start von PeriData

Peridata kann vom Client mehrfach gestartet werden. Von PeriData existiert jedoch nur immer eine Instanz im Speicher. Wenn im Praxis-Programm der Patient gewechselt wurde, und es die laufende PeriData-App erneut aufruft, dann liest PeriData die neuen Patientendaten aus der Kommandozeile, schliesst alle offenen Datenbanken und öffnet die Datenbank des neuen Patienten.

3. MES-Datei von PeriData an den Client (Praxissoftware)

Schreiben und Löschen: PeriData schreibt ein MES-File, wenn eine neue Untersuchung in die Patienten-Datenbank importiert wurde. Der Import kann durch Empfang vom Perimeter erfolgen, aber auch durch Kopie von Daten aus einer anderen PeriData-Datenbank. Pfad ist der Datenbank-Pfad (vom Parameter /FILE). Die Namen der erzeugten Dateien sind fortlaufende Nummern (z.B. 00000000.MES, 00000001.MES usw.) im 8.3-Format. Die Dateien werden vom Client gelesen und gelöscht. PeriData löscht diese Dateien nach 2 Tagen, wenn sie nicht abgeholt wurden.

Inhalt der Datei: Das MES file ist ein Textfile. Die Codepage ist immer ANSI-1252. Das MES-File PeriData enthält die Kenndaten der Untersuchung. Die Untersuchungsergebnisse bleiben in der PeriData-Datenbank.

Die Datei ist in Zeilen gegliedert, die mit <CR><LF> abschliessen. Jede Zeile beginnt mit einem Schrägstrich und einem "tag" in Grossbuchstaben.


Zeileninhalt Erläuterung
/PROGRAM: PERIDATA Name des Senders
/NAME:< Name > Familienname des Patienten
/FIRSTNAME:< Vorname > Titel + Vorname(n) des Patienten
/BORN:< Geburtsdatum > Geburtsdatum (ISO-Format: JJJJMMTT ohne Punkte)
/FILE:< Filename > Name des Datenbank-Files (PHF-File) OHNE Pfad - enthält evtl. die Patienten-Nummer
/DATE: Untersuchungs-Datum (ISO-Format: JJJJMMTT ohne Punkte)
/TIME: Untersuchungs-Zeit (Format: HHMM)
/EYE: Untersuchtes Auge (Lateinisches Format: OD / OS)
/EXAM: Untersuchungs-Methode (Format: <Auge>: <Geraet> <Untersuchungsprogramm>) Länge=20-50 Zeichen

(Beispiel RA: HFA2 30-2 SCHWELLENTEST)

/INDICES:  *optional* Untersuchungsergebnis (Indizes)

(Beispiel: MD: -10.2 DB / FD: -77 % / PSD:5.2 DB)

/RELIABILITY:  *optional* Untersuchungsergebnis (Zuverlässigkeit)

(Beispiel: FIXLOSS 0% / FPOS 6% /FNEG 0%)

Beispiel für eine MES-Datei:

/PROGRAM: PERIDATA
/NAME:von_Humboldt
/FIRSTNAME:Dr._med._Hans
/BORN:19670430
/FILE:C:\TEMPORAER\TEMP.PHF
/DATE:19991127
/TIME:1142
/EYE:OD
/EXAM: HFA2 30-2 SCHWELLENTEST
/INDICES: MD: -10.2 DB / FD: -77 % / PSD: 5.2 DB
/RELIABILITY: FIXLOSS 0% / FPOS 6% / FNEG 0%

4. Auswertung der MES-Datei im Client

Die MES-Datei enthält die Kenndaten (Untersuchungs-Info, Datum, Uhrzeit) einer Untersuchung. Sinn ist die Eintragung dieser Kenndaten in eine Zeile der Patientenakte. Die Auswertung der übermittelten Daten und die Gestaltung der Zeile ist Sache des Client.

Vorschlag für eine Patientenakte nach Auswertung von 2 MES-Files mit Untersuchungen des rechten und linkes Auges:

/PROGRAM: PERIDATA wird für eine Festlegung des Zeilentyps verwendet (Typ Gesichtsfeldmessung, also "Peri" oder "P" oder "G")

/EXAM wird Zeilen-Inhalt

/DATE wird für das Datum der Zeile / die Einordnung in der Patientenakte verwendet

/TIME wird am Zeilenanfang in Klammern angezeigt


27.11.1999 Peri (11:42) OD: HFA2 30-2 SCHWELLENTEST
27.11.1999 Peri (12:05) OS: HFA2 30-2 SCHWELLENTEST